Das Lernarrangement «Alpwirtschaft und Bewirtschaftung im Alpenraum» führt Schülerinnen und Schüler (S*) an Bedeutung und Herausforderungen der alpinen Landwirtschaft heran.
In der Einstiegsphase analysieren sie ein Wimmelbild, sammeln Begriffe und ordnen Beobachtungen.
In der Erarbeitungs- und Übungsphase bearbeiten sie vertiefende und wählbare Aufgaben aus:
Markenkäse und Tourismus (Labels, Vermarktung, Chancen und Risiken)
Traditionen und Grossraubtiere (Hornkühe, Alpabzug, Wolfskonflikte)
Biodiversität und Bewirtschaftungsformen (intensiv/extensiv, Subventionen)
Suonen als Beispiel nachhaltiger Wassernutzung
Natur- vs. Kulturlandschaft (Geschichte, Zukunft der Alpwirtschaft)
Zentrale Leitfragen sind u.a. folgende: «Wie verändert der Mensch durch die Landwirtschaft die Alpen?», «Wie sähe der Alpenraum ohne menschlichen Einfluss aus?» und «Wie kann die Landwirtschaft in den Bergen nachhaltig funktionieren, so dass Traditionen, Tiere und Pflanzen im Gleichgewicht bleiben?»
In der Abschlussphase (Sichern und Anwenden) reflektieren die S* in Diskussionen und Transferaufgaben ihre Erkenntnisse und ziehen Bezüge zur eigenen Lebenswelt.
Übergreifend stehen Klimaveränderung, Energie und Tourismus im Mittelpunkt, die kritisch hinterfragt und mit persönlichen Haltungen verknüpft werden.
eigene Bilder und Ideen zum Thema erkennen und formulieren.
ein umfassendes und differenziertes Bild der Landwirtschaft im Alpenraum aufzeigen und es mit den anderen vergleichen.
Labels der alpinen Landwirtschaft nennen, unterscheiden und Vor-/Nachteile für Bergregionen, Landschaft und Tourismus erläutern.
Landwirtschaftliche Traditionen und Bräuche des Alpenraums beschreiben und aktuelle Bedeutung aufzeigen.
zu kontroversen Themen Argumente abwägen, begründen und Stellungnahmen formulieren.
Unterschiede extensiver/intensiver Landnutzung erklären und Auswirkungen auf Biodiversität/Ökosysteme benennen.
Suonen historisch und aktuell beschreiben sowie Perspektiven in einem Podcast darstellen.
Bedürfnisse von Akteur*innen (z. B. Landwirt*innen, Tourist*innen) in einer Mindmap verknüpfen und Konflikte analysieren.
menschliche Landschaftsveränderungen (z.B. Wiesen, Wege, Gebäude) auf dem Wimmelbild markieren, Konsequenzen darstellen und Begriffe in Concept-Maps verknüpfen.
an einer Rollendiskussion zu alpinen Nutzungskonflikten teilnehmen.
Transferaufgaben mit Lebensweltbezug lösen und Lösungsvorschläge zur Leitfrage erarbeiten.
Werden nicht alle Aufgaben der Erarbeitungs- und Übungsphase bearbeitet, kommen auch nicht alle Lernziele zum Tragen.
Die Lernarrangements, die im Klassenzimmer bearbeitet werden, sollen mit einem Besuchen von ausserschulischen Lernorten verknüpft und vertieft werden. Um die ausserschulischen Lernangebote zu den Themen Alpwirtschaft, Ernährung, Kultur und Holz auf der Karte anzeigen zu lassen klicke hier.